Die von uns geförderten Projekte sind
unsere Fenster in die Welt.

Die von uns geförderten Projekte sind
unsere Fenster in die Welt.

Was wir fördern

Projekteinblicke

Unser Anliegen ist es, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bestehendes Engagement und beispielhafte Projekte sichtbar zu machen. Darum rücken wir nicht nur in unseren Print-Publikationen die geförderten Initiativen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt, sondern haben auch auf unserer Website großen und kleinen Leuchtturmprojekten einen besonderen Platz eingeräumt.

An dieser Stelle möchten wir mit Kurzberichten über das aktuelle Projektgeschehen informieren sowie durch vertiefende Beiträge und Interviews einen möglichst anschaulichen Eindruck von den Initiativen vermitteln, die wir als Stiftung mit ermöglichen und begleiten dürfen.

Damit das gelingt, haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit viele der beschriebenen Projekte gemeinsam mit den zuständigen Projektleiterinnen bzw. -leitern besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild von den Organisationen und Menschen gemacht.

Ihre Beispiele sollen in Text und Bild anderen Engagierten eine Orientierung über die Fördermöglichkeiten der Software AG – Stiftung (SAGST) vermitteln und Mut machen, neue Wege zu gehen.

Kunst und Kultur verbinden: Neues inklusives Wohn- und Kulturprojekt in Hartenholm

Kunst und Kultur können Türen öffnen, Begegnungen anregen sowie neue Blickwinkel erschließen – auch und gerade in der sozialtherapeutischen Zusammenarbeit. Der Verein K.206 Kunst, Kultur und Inklusion setzt seit seiner Gründung 2017 auf dieses Potenzial. Hervorgegangen ist er aus dem „Kvartier minne-colson“ in der Gemeinde Hasenmoor (Schleswig-Holstein), einer Kunst-, Kultur und Wohnstätte für Menschen mit und ohne Assistenzbedarf. Die Verantwortlichen begreifen künstlerische Initiativen als „Möglichkeitsräume sozialer Begegnung“, heißt es auf der Website des Vereins. „Über gemeinsames künstlerisches Arbeiten entstehen kulturelle und zugleich kommunikative Prozesse: Sie erfordern Engagement und ermöglichen Teilhabe.“

In der aus der anthroposophischen Hofgemeinschaft Weide-Hardebeck entstandenen Lebensgemeinschaft gibt es nicht nur ein Atelier für bildende und bewegende Künste, sondern auch einen Verlag für Buchkunst sowie eine Tischlerei, die Möbelunikate herstellt. Das mitarbeitende Fachpersonal verfügt zusätzlich über künstlerische Qualifikationen, etwa in den Bereichen Bildhauerei und Grafik, Theater, Musik oder Eurythmie. Ein 2019 neu erworbener ehemaliger Landgasthof in der Nachbargemeinde Hartenholm bietet nun Perspektiven für einen weiteren Standort. Auch hier werden Menschen mit und ohne Einschränkungen gemeinsam wohnen. Ein inklusives Team soll den Kulturbetrieb im Haus organisieren, ergänzend könnte ein kleines Café hinzukommen. Wenn alles nach Plan läuft, soll der neue Standort im Sommer 2022 bezogen und in Betrieb genommen werden.

„Mit dem neuen Projekt wird die Arbeit des ehemaligen Trägers Hofgemeinschaft Weide-Hardebeck nicht nur fortgeführt, sondern erweitert und in den Sozialraum geöffnet“, erklärt die SAGST-Projektleiterin Elke Rahmann. „Die zentrale Lage schafft gute Voraussetzungen für eine Einbindung in die Gemeinde. Die sich daraus ergebenden Kontakte können helfen, Berührungsängste abzubauen und Inklusion im Alltag zu leben.“

Auch bei der Ausgestaltung des Zusammenlebens und der verschiedenen Arbeitsbereiche schwören die Verantwortlichen auf Durchlässigkeit, Flexibilität und Mitbestimmung: So wollen sie den Wohnraum in einem partizipativen Prozess verteilen und über die künstlerischen Tätigkeiten im Kulturbetrieb gemeinsam entscheiden. Wer nicht auf einem der Arbeitsplätze im Projekt arbeiten möchte, kann andere Aufgaben ergreifen, etwa in der Höfegemeinschaft. Der Kunst- und Kulturbereich wird außerdem auch für Menschen aus anderen Wohn- und Lebensformen offen sein.


Menschen mit Plakaten bei der Eröffnungsfeier

Was als Plan für eine kleine Modellschule begann, ist zu einem umfassenden Kultur- und Bildungsprojekt fürs ganze Quartier herangewachsen: Die Leipziger Modellschule mit ihrem „LernKulturLab“ will im Stadtteil Grünau eine gesunde Lern- und Lebenswelt für Menschen jeden Alters aufbauen.


Künstler bei der Arbeit

Mit dem Strukturprogramm ARTplus sorgt der in Hamburg ansässige Dachverband EUCREA für mehr Diversität im Kulturbetrieb: Es verschafft KünstlerInnen mit Assistenzbedarf besseren Zugang zu professionellen Ausbildungsstätten. Kunsthochschulen und Kulturinstitutionen aus verschiedenen Bundesländern sind in dem Programm vernetzt.


Kinder und Erzieherinnen im Sitzkreis

Im Dreiländereck zwischen Hessen, Thüringen und Niedersachsen befindet sich das Frau Holle-Land. Inmitten der märchenhaften Umgebung dieses Geo-Naturparks ist auch der Naturkindergarten Oberrieden e. V. beheimatet. Umgeben von Wald, Wiesen und Gewässern wachsen die dort betreuten Drei- bis Sechsjährigen im Rhythmus der Jahreszeiten auf und werden in ihrer gesunden Entwicklung ganzheitlich gefördert.


Porträt Prof. Kienlin

Prof. Andreas Kienlin hat als langjähriger Dozent, Prorektor und Geschäftsführer nicht nur das Bildhauerei-Studium, sondern auch grundsätzlich die Entwicklung der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn geprägt. Anlässlich seiner Emeritierung im Herbst 2021 sprachen wir mit ihm über innere und äußere Widerstände, die besonderen Herausforderungen beim Steinbildhauen und die soziale Kraft der Kunst.